ZAFI - Fortbildungsprogramm 2021 ZA

11 Parodontologie Modul 4 Parodontalchirurgie II: Mukogingivalchirurgie und Regenerative Chirurgie Modul 3 Parodontalchirurgie I: Lappenoperationen, resektive Techniken, Furkationen Priv.-Doz. Dr. Stefan HÄGEWALD, Hamburg Dr. Peggy WEISHAUPT, München Termine: Freitag | 01.10.2021 | 13.00–18.00 Uhr Samstag | 02.10.2021 | 09.00–18.00 Uhr Ästhetische Behandlungsergebnisse sind für unsere Patienten, und damit auch für unseren Praxiserfolg, heut- zutage von enormer Bedeutung. Die chirurgische Therapie von mukogingivalen Problemen, insbesondere De- ckung von Rezessionen, ist ein integraler Bestandteil der dentalen Ästhetik, da wir oftmals nur durch adäquaten Weichgewebsaufbau das gewünschte Ergebnis erzielen können. Rezessionsdeckungen sind mit verschiedenen Techniken möglich, die je nach der individuellen klinischen Situation angewendet werden sollten. Die Regeneration des Zahnhalteapparates stellt das optimale Therapieziel einer parodontologischen Behand- lung sowohl zur Reduktion der Taschen als auch zur Stabilisierung und Festigung des Zahnes dar. Wir verfügen heute über chirurgisch-regenerative Methoden mit Unterstützung durch Membranen, Knochenersatzmate- rialien oder Schmelzmatrixproteinen, wobei häufig Kombinationen angewendet werden. Zu vielen Techniken existieren wissenschaftliche Kurz- und Langzeitstudien, die die Effektivität nachgewiesen haben, so dass man von evidenz-basierten Therapien reden kann. Mukogingivale und regenerative Therapieformen sind daher in Zukunft sicher von wachsender Relevanz, zumal sie prinzipiell sehr gut in der Zahnarztpraxis durchgeführt wer- den können. Im Modul werden die wesentlichen Techniken zur Rezessionsdeckung und zur regenerativen Chirurgie anhand klinischer Fälle mit Vor- und Nachteilen dargestellt und in praktischen Übungen am Schweinekiefer trainiert, damit die Kursteilnehmer diese Techniken dann in ihr Behandlungskonzept und ihren Praxisablauf integrieren können. Alle benötigten Instrumente werden den Teilnehmern für den Kurstag zur Verfügung gestellt. Termine: Freitag | 10.09.2021 | 13.00–18.00 Uhr Samstag | 11.09.2021 | 09.00–18.00 Uhr Komplexe Parodontalfälle mit tiefen Knochen- und Weichgewebedefekten lassen sich häufig nicht allein mit geschlossener Kürettage oder Medikamenten behandeln, sondern benötigen eine offene Kürettage und chi- rurgische Reduktion der Taschen. Dies wurde in wissenschaftlichen Studien gezeigt. Es existieren verschiede- ne Therapieansätze, wie modifizierter Widman-Lappen oder resektive Techniken zur Taschenelimination, die je nach klinischem Bild und Behandlungsstrategie angewendet werden sollten. Liegt bei mehrwurzeligen Zähnen zusätzlich ein Furkationsbefall vor, werden zur langfristigen Beseitigung der Entzündungen und der interradi- kulären Nischen weitergehende Methoden notwendig, so z.B. Prämolarisierung, Tunnelierung oder Wurzelre- sektion. Die Vor- und Nachteile der verschiedenen Lappenoperationen werden ausführlich an klinischen Fällen demonstriert, um den Teilnehmern einen Leitfaden in die Hand zu geben. Praktische Aspekte wie Vor- und Nach- behandlung sowie die Auswahl der notwendigen Instrumente werden erklärt. Im Modul werden die grundlegenden Methoden der Parodontalchirurgie mit Schwerpunkten auf Schnitt-und Nahttechniken dargestellt und in praktischen Übungen am Schweinekiefer trainiert. Die Teilnehmer sollen in die Lage versetzt werden, auch komplexe Parodontalfälle in ihrer Praxis behandeln zu können, insbesondere dort, wo die konservative oder medikamentöse Behandlung an ihre Grenzen kommt. Alle benötigten Instrumente werden den Teilnehmern für den Kurstag zur Verfügung gestellt. Seminar 30 / ZA Priv.-Doz. Dr. Stefan HÄGEWALD • Geb. 1962 in Berlin, Studium der Zahnheilkunde an der Freien Uni- versität Berlin • 1987: Assistenzzahnarzt in freier Praxis • 1988: 12monatiger Forschungsauf- enthalt am Institut Pasteur (Paris) • 1989–2005: Wissenschaftlicher Assistent in der Abt. „Parodontologie und synoptische Zahnmedizin“, Universität Berlin • 1991: Promotion zum Thema „Sekre- torische Antikörper“ • 1997-2005: Mitarbeit beim Graduier- tenkolleg der DFG „Ätiopathogenese und Therapie der Parodontitis“ • 2002: Bestpreis der Deutschen Ge- sellschaft für Parodontologie (DGP) • 2005: Habilitation in der Parodonto- logie zum Thema „Wundheilung und Regeneration mit Schmelzmatrix- proteinen“ • Vorträge im In- und Ausland sowie Publikationen zu klinischen und wissenschaftlichen Themen • Seit 10/2005: Niederlassung in eigener Praxis in Berlin und Lehr- beauftragter der Charité Berlin Dr. Peggy WEISHAUPT • Seit 2009: Tätigkeit in Münchner Praxis mit Schwerpunkt Parodontologie • 2008: Ernennung zur DGP-Spezialistin für Parodontologie® • 2006–2008: Ludwig-Maximilians-Uni- versität München Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie • 2002–2006: Universitätsmedizin Cha- rité Berlin, Institut für Parodontologie und Synoptische Zahnmedizin; Graduiertenkolleg GK „Ätiopathoge- nese und Therapie der Parodontitis“, DFG-Stipendium Forschungsaufenthalte: Department for Oral Biology, Boston University, USA und Biocenter Oulu, Finnland • 1996–2001: Humboldt-Universität zu Berlin Studium der Zahnmedizin

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