ZAFI - Fortbildungsprogramm 2021 ZA

21 DIE IMPLANTOLOGIE - FACETTENREICH, HERAUS- FORDERND, SYSTEMISCH Univ.-Prof. DDr. Werner ZECHNER, Wien Dr. Michael MÜLLER, Wien Termin: Samstag | 28.05.2021 | 09.00–16.00 Uhr PART 1: „REGENERATIV“ Implantation und Augmentation – Vortrag und Hands-On Univ. Prof. DDr. Werner ZECHNER Biologische Veränderungen des Hart- undWeichgewebes nach Zahnextraktion sind in Abhängigkeit der anatomischen Region bekannt, werden vorwiegend in der Ober- und Unterkieferfront als horizontale und/oder vertikale Atrophie beob- achtet und stellen eine implantologische Herausforderung dar. Zur Vermeidung nach Extraktion und zur Wiederherstellung günstiger Kieferkammverhältnisse sind zahlreiche Techniken mit osteokonduktiven Füllungsmaterialien (simultan oder zweizeitig) und mit unterschiedlichem Evidence-Level beschrieben. In den letzten Jahren wurden zudem innovative, digital gestützte Augmentations-Tech- niken beschrieben. Ziel dieses Vortrages ist es, diverse praxistaugliche wie auch autologe und CAD/ CAM gestützte Block-Augmentationstechniken vorzustellen und mit klinischen Fallbeispielen zu erläutern. Dabei werden Vor- und Nachteile verschiedener chirurgischer Techniken diskutiert. Im Hands-On-Teil wird Gelegenheit geboten, Implantat-Insertion step-by-step sowie praxistaugliche Augmentationstechniken wie Socket Preservation und simultane Auflagerungs-Plastiken zu erlernen und zu üben. PART 2: „PRÄVENTIV“ Implantation undWeichgewebemanagement – Vortrag und Hands-On Dr. Michael MÜLLER Der Einsatz von Implantaten und die Erweiterung der Indikationsstellung und Versorgungsmöglichkeiten in der Implantologie haben die Zahnmedizin stark verändert. Durch die hohe Anzahl an gesetzten Implantaten steigt auch das Risi- ko, an einer Perimucositis oder Periimplantitis zu erkranken. Ihre Gemeinsamkei- ten lassen ein ähnliches Therapiekonzept zu. Die unterschiedlichen Haftmecha- nismen zwischen dem Parodont und Zahn oder Implantat setzen aber ein etwas differenzierteres Behandlungsregime voraus. Vor- und Nachteile der adjuvanten Therapie von systemischen und lokalen Chemotherapeutika wird diskutiert und anhand von Falldokumentationen aufgezeigt. Ebenso auch die Indikationsstel- lung bei der Implantatprophylaxe. Letztlich kann nur durch ein strukturiertes Prophylaxekonzept sowie qualifizierte persönliche Betreuung die Überlebens- rate eines Implantates verbessert werden und somit auch zu einer Erhöhung der Lebensqualität unserer Patienten beitragen. Neben Überlebensraten und Vorbeugung gegen entzündliche Veränderungen rund um Implantate gewinnt zunehmend die Bedeutung des Weichgewebes im ästhetischen Bereich. Das Weichgewebe um Zahn und Implantat kann unter- schiedlichste Formen bei gesunden als auch bei krankhaften Zuständen zeigen. Die Form, die Textur, die Farbe, der histologische Aufbau zeigen Variationen auf. In diesem Zusammenhang müssen oft präimplantologische Maßnahmen am Hart-undWeichgewebe vorgenommen werden, um ein ästhetisches Resultat erzielen zu können. Die entscheidenden Parameter werden hinsichtlich ihrer Bedeutung und möglichen Veränderung durch therapeutische, chirurgische Eingriffe und dem Einsatz neuester Methoden und Materialen vorgestellt. Zusätz- lich kann bei einem Hands-On Training die richtige Applikation geübt, Grenzen erarbeitet und aufgezeigt werden. ZFP-Fortbildung: 8 Punkte Teilnehmer: max. 15 Kursgebühr: € 350,– Kooperation mit Seminar 35 / ZA Chirurgie und Implantologie Dr. Michael MÜLLER Dr. Müller studierte zunächst Human- medizin, danach Zahnmedizin und arbeitet seit 2004 als Oberarzt im Team der Uniklinik in Wien, Fachbe- reich Zahnerhalt und Parodontologie. Er bildete sich an der Akademie für orale Implantologie weiter, ist seit 2007 an der Zahnklinik Josefstadt tätig und betätigt sich als erster Vizepräsident der Österreichischen Gesellschaft für Parodontologie (ÖGP). Dr. Müller hält regelmäßig nationale und internationale Vorträge, wirkt als Lektor in Weiterbildungslehrgängen und Masterstudiengängen mit und hat sich als Autor wissenschaftlicher Publikationen einen Namen gemacht. Neben Parodontologie gehören die ästhetische Zahnheilkunde, die orale Chirurgie, Implantologie und Periim- plantitis sowie Rezessionsdefekte zu seinen Tätigkeitsfeldern. Univ.-Prof. DDr. Werner ZECHNER Stellvertretender Leiter des Fach- bereiches Orale Chirurgie und Implan- tologie der Universitätszahnklinik (UZK) der medizinischen Universität Wien (MUW), Vorsitz der UZK Arbeitsgruppe für Di- gital Dentistry. Private Zuweiserpraxis in 1190 Wien mit Schwerpunkten Augmentationschirurgie und Schab- lonengeführten sowie dynamischen Implantationsprotokollen. Aktives Vorstandsmitglied und frü- herer Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Implantologie (ÖGI), des Wissenschaftlichen Beirats der ÖGZMK (ZV Wien), wissenschaftliches Tagungskomitee-Mitglied der Euro- pean Association for Osseointegration (EAO). 7 nationale und internationale wissenschaftlichen Preise,, Autor von über 60 „peer-reviewed“ Publikationen in internationalen und nationalen Fachjournalen und Lehrbüchern. Nationale und internationale Vortragstätigkeit bei wissenschaftlichen Tagungen und Hands-On-Kursen. Forschungs-, Lehr- und Referententätigkeit sowie Ausrichtung von internationalem Kongressen und post-promotionellen Fortbildungsveranstaltungen mit den Schwerpunkten implantologische Augmentationstechniken, peri-kres- tale Knochenveränderungen und Schablonen-geführte Insertion von Titan- und Keramik-Implantaten h-index 24 (54 author documents / 1543 citations in 1330 documents)

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