ZIV Jahresprogramm 2019

3 Einführungskurs und Aufbaukurs: Was ist Neuraltherapie? Und warum brauche ich das als Zahnarzt/Zahnärztin? Einführungskurs: Mittwoch, 23.1.2019 | 19.00 bis 20.30 Uhr Aufbaukurs: Mittwoch, 6.11.2019 | 19.00 bis 20.30 Uhr Neuraltherapie ist eine regulationsmedizinische Methode, bei der gezielte Injektionen mit kurzwirksamen Lo- kalanästhetika zum Einsatz kommen. Lokalanästhetika können nicht nur zur Anästhesie verwendet werden, sondern haben eine Reihe anderer und sehr interessanter Wirkmechanismen: sie sind entzündungshem- mend, durchblutungsfördernd und fördern den Kollagenrepair. Durch Injektionen an Muskeltriggerpunkte, Sehnenansätze, Gelenke etc. werden somit Regulationsmechanis- men des Körpers in Gang gesetzt. Auch Schmerzsymptomatiken können dadurch effektiv behandelt werden. DIE Domäne der Neuraltherapie ist die Diagnose und Behandlung von sogenannten Störfeldern. Ein Störfeld (interference field) ist definitionsgemäß eine Region mit subtiler chronischer Entzündung (silent inflammati- on), wie z.B. im Bereich der Nasennebenhöhlen (chronische Sinusitis), im Zahn- und Kieferbereich (chronisch apikale Parodontitis), aber auch im Bereich von Narben. Durch die dauerhaften Störsignale werden die kom- plexen biokybernetischen Funktionen des Regulationssystems negativ beeinflusst. Die Diagnostik geschieht durch gezielte LA-Injektionen an die verdächtige Region und Überprüfung des Effekts mittels Testparameter- kontrolle. Durch gezielte Diagnostik und Behandlung mit Lokalanästhetika werden Störsignale zeitweise unterbrochen oder moduliert. Sobald das Störsignal fehlt oder abnimmt, kann sich der Organismus wieder selbst regulie- ren. Besteht stabile Normregulation, dann sind Störfelder unwirksam, da ihr Signal zu schwach ist, um wirk- sam zu interferieren. Da sich im ZMK-Bereich zahlreiche potenzielle Signalgeber befinden, ist die gezielte NT- Diagnostik zur Verbesserung der diagnostischen Aussage und damit auch der Therapieempfehlung geeignet. Anhand von Beispielen aus der täglichen Praxis wird gezeigt, wie Neuraltherapie sowohl zur Diagnose als auch Therapie von Beschwerden wie z. B. Kopf- und Gesichtsschmerzen verwendet werden kann. Im Einführungskurs wird auf die neuraltherapeutischen Grundlagen in Hinblick auf die Zahnmedizin einge- gangen, im Aufbaukurs werden Tipps für den einfachen Einsatz in der täglichen Praxis gegeben. Die Diplomausbildung für Neuraltherapie vermittelt die Fähigkeit, den Patienten in seiner Ganzheit zu erfas- sen, effektive Problemlösungen anbieten zu können und dadurch einen Mehrwert für Patienten und Behand- ler zu lukrieren. ZFP-ÖZÄK pro Teil: 2 Punkte Diese Kursreihe ist eine optimale Vorbereitung für den Erwerb des Diploms „Komplementärverfahren in der Zahnheilkunde” der ÖZÄK.

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