ZIV Jahresprogramm 2019

7 Den Zähnen Saures geben – wenn Säure den Zähnen schadet Ursachen, Diagnose und innovative minimalinvasive Therapie von Erosionen Mittwoch, 30.1.2019 | 19.00 bis 20.30 Uhr Die Änderung des Lebensstils in den letzten Jahrzehnten hat das Bewusstsein um Mundhygiene und gesunde Ernährung deutlich verbessert. In den Industrienationen folgte darauf der Rückgang von Karies, doch gleich- zeitig auch ein Anstieg von säurebedingten Zahnschäden, sogenannten Erosionen. Säurebedingte Zahnschä- den sind für die Betroffenen über einen längeren Zeitraum kaum erkennbar. Als Erstsymptome machen sich oftmals eine erhöhte Empfindlichkeit der Zähne auf Temperaturänderungen und Schmerzen beim Genuss von süßen oder sauren Lebensmitteln bemerkbar. In diesem Stadium kann die Schädigung der Zähne für das zahn- medizinische Personal bereits deutlich sichtbar sein, die Zähne erscheinen verkürzt, die Schneidekanten aus- gedünnt und durchsichtig. Die Betroffenen leiden sowohl an ästhetischen als auch an funktionellen Einbußen. Bei der Entstehung von Erosionen spielt der Wandel von Ernährungs- und Trinkgewohnheiten eine große Rolle, im Besonderen der vermehrte Konsum saurer Lebensmittel wie z.B. Zitrusfrüchte oder Softdrinks. Nicht nur saure Nahrungsmittel, auch oftmaliger Kontakt der Mundhöhle mit Magensäure durch Erbrechen oder Sodbrennen werden als Hauptursachen von Erosionen betrachtet. In diesem Zusammenhang kommt der Bulimie, auch Ess-Brechsucht genannt, ein besonderer Stellenwert zu. Bei den meisten Bulimie-Patienten sind massive erosive Zahnschäden durch den häufigen Kontakt der Magensäure nach Erbrechen charakteris- tisch. Doch welche Maßnahmen könnten die Übersäuerung der Zähne verhindern? Ein frühzeitiges Erkennen von Risikofaktoren für Erosionen, zahnmedizinische Verhaltensempfehlungen und gezielte therapeutische Maßnahmen – sowohl zahnmedizinisch über minimalinvasive innovative Techniken als auch die notwendige interdisziplinäre Kooperation (mit Psychologen bei Bulimie und Internisten bei Sod- brennen) – können dazu beitragen, irreversible Schäden an der Zahnhartsubstanz zu vermeiden und die Zahngesundheit zu bewahren. ZFP-ÖZÄK: 2 Punkte Fortbildungszertifikat der ÖZÄK für PAss: 2 Punkte DDr. Polina Kotlarenko 2002 Promotion zur Doktorin für Allgemeinmedizin, MedUniWien 2007 Promotion zur Doktorin für Zahnmedizin, MedUniWien seit 2007 Universitätsassistentin an der Universitätszahnklinik Wien, MedUniWien 2007 – 2015 an der Abteilung für Prothetik seit 2012 Etablierung und Leitung der Spezialambulanz für Bulimie seit 2015 ARGE Digital Dentistry an der Universitätszahnklinik Wien seit 2016 an der Abteilung für Orale Chirurgie und Implantologie Spezialistin für Restaurative Zahnmedizin, Prothetik und Implantatprothetik Klinische Schwerpunkte und Forschungstätigkeiten: Komplexe ,full mouth Rehabilitationen’ mit Berücksichtigung von Ästhetik und Funktion Digitale ‚workflows’ in der Zahnmedizin; Minimalinvasive und ästhetische Zahnmedizin Nationale und internationale wissenschaftliche Vorträge und Veröffentlichungen Teilnahmegebühr (inkl. 20 % USt.): Anmeldung und Kursort: Allgemein € 65,– Zahnärztlicher Interessenverband Österreichs ZIV-Mitglieder € 50,– 1010 Wien, Gartenbaupromenade 2/8/15 Zahnmedizin-StudentInnen € 25,– T 01/513-37-31, F 01/512-20-39 Zahnmedizin-StudentInnen (ZIV-Mitglieder) € 20,– M office@ziv.at PAss € 25,–

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